Das Café

Wir, das Café Leonar, sind nicht nur ein Café, sondern ein Literaturcafé und Kulturzentrum zugleich. Kurz vor unserer Eröffnung im Januar 2008 war die Talmud Tora Schule schräg gegenüber nach fast 70 Jahren ihrer ursprünglichen Bestimmung zurückgegeben und als jüdischer Kindergarten, Schule und Gemeindezentrum wiedereröffnet worden. Das war ein erster Schritt zu einem neuen jüdischen Alltag und Leben im Grindelhof – dem ehemaligen einst so lebendigen jüdischen Viertel Hamburgs. Diese Inspiration verlieh der spontan geborenen Idee Umsetzungskraft, ein jüdisches Kaffeehaus alten Stils in Kombination mit einem ausgewählten Literaturangebot ins Leben zu rufen. In unserem Veranstaltungsraum – dem Denkhaus – sollten ausgesuchte Lesungen und Konzerte stattfinden.
Der Traum ist Wirklichkeit und das Café Leonar ein beliebter Treffpunkt geworden, auf den Viele nur gewartet zu haben schienen. Die Veranstaltungen des Jüdischen Salons am Grindel eV finden großen Zuspruch. Die Bücher, die von ausgewählten Verlagen temporär ausgestellt werden, stoßen auf reges Interesse. Wir freuen uns, dass das Café mit seinem Literaturangebot und mit den Aktivitäten des Salons mittlerweile zum Viertel gehört, als sei es „schon immer“ da gewesen und dass in unserem Denkhaus, welches man auch mieten kann, gefeiert, getagt, geheiratet und getrauert – mit einem Wort: gelebt wird.
„Heimlich halten wir alle das Café für den Teufel, doch ohne den Teufel ist doch nun mal nichts.“
(Else Lasker-Schüler)

